Wehen besser ertragen

So werden Wehen für Sie angenehmer

+++ Ich möchte mein Baby verstehen +++

Zunächst sei einmal gesagt:

Alle Maßnahmen die zum Wohlbefinden der Schwangeren beitragen, helfen auch dem Kind.

Es ist auch emotional mit der Mutter verbunden und profitiert davon, wenn die Mutter sich den

Umständen 😉 entsprechend wohl fühlt.

Atmung
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Stöhnen Sie ruhig bei jedem Atemzug, und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Ausatmung.

Öffnen Sie beim Ausatmen entspannt den Mund.

Dies entspannt und lockert auch gleichzeitig den Muttermund, haben Studien festgestellt.

Ruhe

Ruhen Sie sich zwischen den Wehen ruhig  aus, und schöpfen Sie neue Kraft.

Vielleicht hören Sie Ihre Lieblingsmusik, oder leicht beruhigende Klänge.

Bequem

Machen Sie es sich zum Beispiel auf einem Kissenstapel, Sitzsack oder Gymnastikball gemütlich,

und lassen Sie dabei die Schultern hängen!

Verändern Sie dabei immer wieder Ihre Lage. Sie werden spüren, wobei Sie sich am wohlsten fühlen.

Hebamme

Schauen Sie sich am besten schon vorher nach einer Hebamme um,

die Ihren Bedürfnissen entgegen kommt.

Wenn Sie sich während der Geburtsphase unsicher fühlen, reden Sie ruhig darüber, stellen Sie Fragen.

Das Gefühl der Sicherheit wird zu Ihrem Wohlbefinden beitragen.

Gehen

Während der Wehen kann es schmerzlindernd sein, wenn Sie herum laufen.

Damit kann das Einsetzen neuer Kontraktionen beschleunigt werden.

Machen Sie sich bewusst, dass jede Kontraktion Sie näher an die Geburt Ihres Babys heranbringt.

Partner

Es wird Ihnen gut tun, wenn Sie Ihren Partner oder eine andere Person, zu der Sie eine liebevolle Beziehung pflegen,

an Ihrer Seite haben.

Untersuchungen haben bestätigt, dass eine Geburtsbegleitung den Einsatz von Schmerzmittel oft verringert.

Knien

Wenn Sie sich hinknien und ein Bein anheben, öffnen Sie damit Ihr Becken.

Dies wird Ihrem Baby die Geburt erleichtern.

Wärme

Sie können mit einem warmen Körner- oder Kirschkernkissen  Schmerzen im unteren Rücken

während der Wehen lindern.

Es speichert die Wärme länger als eine Wärmflasche und  sorgt für wohltuende Entspannung

der schmerzenden Rückenpartie.

Legen Sie das Kissen zum Anwärmen für ein paar Minuten in die Mikrowelle, auf die Heizung

oder bei ca. 50° C in den Backofen.

Sie können Körnerkissen in Reformhäusern, Bioläden und in einigen Apotheken kaufen. 

Viele Geburtsstationen haben Körnerkissen für Ihre Patientinnen.

Eine Dammauflage mit einem kaffeegetränkten warmen Tuch, das die die Hebamme auflegt,

lockert die Muskulatur.

Dies kann einen Dammriss oder Dammschnitt vermeiden helfen.

Bachblüten

Rescue Remedy (Notfalltropfen)

Rescue Remedy ist eine Kombination aus fünf Bach-Blüten-Konzentraten:

Star of Bethlehem für Schockzustände, Rock Rose für starke Angst und Panik,

Cherry Plum für die Angst vor Kontrollverlust,

Impatiens für Unruhe und Clematis zum Ausgleich des Gefühls der Hilflosigkeit und Verträumtheit.

Rescue bietet schnelle Hilfe bei großem Stress und Anspannung.

Es kann deshalb gerade unmittelbar vor und während der Geburt für Erleichterung sorgen.

Es gibt 36 verschiedene Bachblüten-Sorten. Jede Einzelne steht für einen bestimmten Gefühlszustand.

Auch während der Schwangerschaft können bestimmte Gefühlszustände sehr belastend sein.

Bei Ungeduld, weil man nicht so lange warten möchte bis das Baby kommt, hilft Impatiens.

Bei ungewissen Ängsten kann Aspen helfen.

Ich empfehle in solchen Fällen einen Bachblüten erfahrenen Arzt oder Therapeuten.

Homöopathie

Auch die Homöopathie wirkt sehr ausgleichend auf Körper und Seele in Schwangerschaft und Geburt.

Sie ist sehr komplex, deshalb sollten hier auch erfahrene Therapeuten aufgesucht werden.

Hypno-Birthing

Die britische Herzogin Kate brachte ihr zweites Baby Charlotte  2015 dank Hypno-Birthing

rasch und leicht zur Welt.

Sie zeigte sich wenige Stunden nach der Geburt bereits wieder frisch und munter der Öffentlichkeit.

Diese Art von Selbsthypnose für die Geburt erlebt seitdem einen wahren Boom.

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Hypno-Birthing ist eine mentale Geburtsvorbereitung

(Hypno = Hypnose und Birth = Geburt).

Ziel ist es, dass die werdende Mutter entspannt gebären kann.

Das heisst: Sie lernen, wie sie sich selbst so weit beeinflussen können,

dass Sie die Geburt entspannt und bewusst erleben können.

Dabei wird das Schmerzempfinden in den Hintergrund gedrängt.

Erfinderin von Hypno-Birthing ist die US-Amerikanerin Marie F. Mongan, Pädagogin,

klinische Hypnotherapeutin und Direktorin des HypnoBirthing-Instituts.

Während ihren vier Geburten stellte sie fest, dass eine tiefe Entspannung bzw. ein Trancezustand

zu einer positiven Geburtserfahrung führen kann.

Bei  ihrem vierten Kind erlebte sie dann eine schmerzfreie Geburt.

Bei Hypno-Birthing wird grundsätzlich davon aufgegangen, dass die Geburt eine normale, natürliche

und gesunde Tätigkeit ist, und dass jede Frau durch Ihr angeborenes Geburtswissen in der Lage ist,

sanft und ruhig zu gebären.

Die Kurse bereiten bereits in der Schwangerschaft auf die Geburt vor.

Sie lernen dort Atemtechniken, Tiefenentspannungs- und Konzentrationstechniken,

Verinnerlichung von positiven Gedanken und Bildern.

Durch tägliches Üben wird eine positive Erwartung bezüglich der Geburt aufgebaut

und das Vertrauen in und an den eigenen Körper gestärkt.

Akupunktur

Viele Hebammen haben entsprechende Kurse besucht und wenden die Akupunktur

während der Geburt an.

Dabei werden drei Wirkungen unterschieden:

Lokale Wirkung: Freisetzung von Gewebshormonen, welche die sogenannten Nozizeptoren,

also die Zellen, die Schmerz weiterleiten, beeinflussen.

Segmentale Wirkung: Die Nervenfasern, die den Schmerz weiter zum Hirn leiten, werden gereizt,

sodass das „Schmerzsignal“ gedämpft wird.

Zentrale Wirkung:

Es werden Endorphine ausgeschüttet, die Ihr Schmerzempfinden hemmen.

Der Aufenthalt in einem warmen Wasserbecken

Bei maximal 37°C kann ein Wasserbad die Kontraktionen erträglicher machen.

Zwei große Studien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Frauen, die in warmem Wasser gebären,

viel seltener auf schmerzstillende Maßnahmen während der Wehen  zurückgreifen als Frauen,

die auf dem Trocknen bleiben.

Dies gilt sowohl für Erstgebärende als auch für Frauen, die nicht zum ersten Mal ein Kind zur Welt bringen.

Das liegt daran, dass der Wasserdruck den hohen Sog mindert. Gleichzeitig gewinnt das Kind

im Becken mehr Bewegungsfreiheit.

Während der Austreibungsphase wird der Damm durch das Wasser weitgehend geschützt,

indem es den Druck durch das Baby mit sanftem Gegendruck abmildert.

Was sind Wehen?

Als Wehen wird das Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur während der Schwangerschaft

und der Geburt bezeichnet.

Die Wehen werden unterschieden in Schwangerschaftswehen (Übungswehen), Vorwehen,

Geburtswehen, Nachgeburtswehen und Nachwehen.

Die Geburtswehen unterscheidet man wiederum je nach Geburtsphase in Eröffnungs-,

Übergangs- und Austreibungs- oder Presswehen.

Vorwehen

Vorwehen sind Wehen, die in den letzten Wochen und Tagen der Schwangerschaft bis kurz

vor Beginn der Geburt in unregelmäßigen Abständen auftreten.

Sie sind meist kurz und nicht sehr schmerzhaft. Nach ihrer Funktion werden sie in Senkwehen

und Stellwehen unterteilt:

Senkwehen setzen meist gegen Ende der 36. Schwangerschaftswoche ein und bewirken,

dass das Kind tiefer ins mütterliche Becken sinkt.

Stellwehen bringen das Kind kurz vor der Geburt in seine endgültige Lage bei Eintritt in das Becken.

Schwangerschaftswehen

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Schwangerschaftswehen ist eine andere Bezeichnung für Übungswehen.

Sie treten in den letzten Wochen vor der Geburt unregelmäßig auf.

Während der Schwangerschaftswehen wird der Bauch meist rund und hart,

was von einem leichten, ziehenden Schmerz im Unterbauch begleitet sein kann.

Häufig melden sich Schwangerschaftswehen in unregelmäßigen Abständen

abends für zwei bis drei Stunden.

Geburtswehen

Geburtswehen ist ein Oberbegriff für die starken Gebärmutterkontraktionen während der Geburt:

Eröffnungswehen, Austreibungswehen und Nachgeburtswehen.

Nicht zu den Geburtswehen zählen die Schwangerschaftswehen, Vorwehen und Nachwehen.

Presswehen

Wehen in der Austreibungsphase bezeichnet man als Presswehen.

Dadurch wird der Kopf des Kindes heraus geaschoben.

Presswehen werden durch den Druck des kindlichen Körpers auf die Beckenorgane ausgelöst.

Nachwehen

Einige Stunden nach der Geburt setzen die Nachwehen ein.

Diese können etwas 2-3 Tage andauern. In dieser Zeit bildet sich die Gebärmutter

wieder zu ihrer normalen Größe zurück.

Stillen fördert die Nachwehen durch die vermehrte Freisetzung des

wehenfördernden Hormons Oxitocin.

Nachgeburtswehen

Kurz nach der Geburt des Kindes bewirken starke Kontraktionen der Gebärmutter,

dass sich der Mutterkuchen von der Gebärmutterwand löst und als sogenannte

Nachgeburt ausgestoßen wird.

 

Posted in Allgemein, Schwangerschaft, Wehen besser ertragen

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